Die Kreativ-AG der Schule am Deich gewinnt einen 3. Preis

Presse:

 

Die Kreativ-AG der Schule am Deich trägt ihre Kunst über die Landesgrenzen von Niedersachsen hinaus. Im diesjährigen Weihnachtskartenwettbewerb, einem Kunstpreis für KünstlerInnen mit Behinderung des Paritätischen Hessen und der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW), gewann die Gruppe unter 235 Wettbewerbern den 3. Preis. Ein toller Erfolg!
 Die Würdigung und Preisübergabe fand nun am 25.05. in Köln statt. Eine Abordnung der Kreativ-AG begab sich also per Zug in die Rheinmetropole. Wie es den Niedersachsen in Nordrhein-Westfalen bei der hessischen Preisübergabe erging, schreibt die Gruppe im Folgenden:

 

Am Freitag, den 24. Mai starteten wir, die Kreativ AG mit Meret, Maren, Christine, Erison, Reinald und Elke, nach Köln um unser Preisgeld für den Weihnachskarten-Wettbewerb entgegen zu nehmen. Wir fuhren mit Regionalbahnen viereinhalb Stunden, dabei nutzten wir den von uns angeforderten Mobilitätsservice (hervorragend geklappt) fürs das Ein- und Aussteigen.

 

In Köln angekommen, konnten wir nicht nur unser Gepäck im Museum Ludwig loswerden, sondern Pop Art, Kunst und Drehtür (die Glasdrehtür- Challenge: Erison und Reinald haben gewonnen!) erleben. Bevor es zum Kölner Dom ging, haben wir uns mit leckerem Heidelbeerkuchen im Museum gestärkt. Im Dom haben wir das Fenster von Gerhard Richter angesehen, die beeindruckende Architektur bestaunt und Fußbödenmosaike bewundert.

Die Vorhängeschlösser auf der Hohenzollernbrücke waren nicht zu übersehen, aber auch drei Kormorane wurden von uns entdeckt.

Auf der Aussichtsplattform Triangel genossen wir einen tollen Rundumblick auf Köln bei herrlichstem Wetter. Wir konnten von dort aus den weiteren Weg zu unserem Hotel auskundschaften. Aber vorher musste noch unser Hunger gestillt werden. Wir bekamen von einem Gast dabei sogar einen Vorspeiseteller geschenkt. Nach unserer Stärkung kamen wir spät, müde und gutgelaunt beim Hotel an, um dort zu erfahren, dass wir die Übernachtung von 360 € vor Ort selbst bezahlen mussten. Oh Schreck!

 

Nach einem ausgiebigen, guten Frühstück und ein paar Umwegen kamen wir zum Stand der BGW im Rheinpark an, um dort zu erfahren, dass natürlich die Hotelkosten übernommen werden. Juhu!

 

Nach und nach trudelte unser „Fan Club“ ein. Merets Eltern, Marens Mutter, Schwester und Patentante, Reinalds Cousine sowie Elkes Tochter mit Enkel kamen zur feierlichen Preisübergabe. Diesmal haben 235 Teilnehmer beim Wettbewerb mitgemacht. Wir bekamen jeder einen Blumenstrauß und das Preisgeld von 500 € für den 3. Platz überreicht. Zum Schluss gab es ein köstliches Buffet. Alle waren glücklich und das Ganze gipfelte in einer mutigen Erison- Kletterwandpartie. Dies hatte zur Folge, dass wir wenig Zeit zum Erreichen des Zuges hatten und Elke uns im „Schweinsgalopp“ zum Zug trieb. Punktgenau haben wir den Zug erreicht, alle mussten dann leider feststellen, dass die Behindertentoilette defekt ist. Was tun? Nicht umsonst sind wir die Kreativ AG. Zwei freundliche Mitreisende sperrten für uns das Abteil in beide Richtungen. Elkes Mantel wurde zum Sichtschutz umfunktioniert und aus Reinalds Wasserflasche wurde kurzer Hand die notwendige Urinflasche gebastelt. Problem gelöst!

Nun konnte es entspannt nach Hause gehen. Um 20:00 Uhr erreichten wir müde und glücklich Leer.

 

 

 

SchülerInnen proben die Juniorwahl       

     

Im Rahmen der Europawahl 2019 nahmen die SchülerInnen der Schule am Deich an der sogenannten Juniorwahl teil. In dieser für die Schüler angebotenen Wahl konnten die Wahlabläufe rund um die Europawahl originalgetreu von den Schülern nachempfunden und erprobt werden. Dieses Projekt wird an über 2500 Schulen mit mehr als 500 000 Schülern durchgeführt.

Die Lerngruppe 7 organisierte die Juniorwahl für die Schule am Deich und ermöglichte 4 Lerngruppen den Wahlgang. Dabei nahmen die Schüler ihre Aufgaben als Wahlhelfer und Wahlvorstand sehr ernst und sie sorgten für eine gute, gewissenhafte Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Wahl. Sie sind nun gerüstet für ihre erste „echte“ Wahl, auch wenn diese noch etwas auf sich warten lässt.

Die Ergebnisse der Schule am Deich sind schließlich in das bundesdeutsche Gesamtergebnis der Juniorwahl eingeflossen und sind im Internet für alle einsehbar.

             

40 Jahre beim Lern- und Förderzentrum      

 

Auf ein stolzes Jubiläum konnte unsere Mitarbeiterin Elke van Lessen vor einigen Tagen zurückschauen: Seit  sagenhaften 40 Jahren ist sie beim Lern- und Förderzentrum am Deich beschäftigt und führt damit die aktuelle Mitarbeiter-Jubiläumsliste eindeutig an. 1979 nahm sie ihre Berufstätigkeit bei der damaligen Spastikerhilfe Leer auf und unterstrich ihre besondere Verbundenheit mit dem sozialen Träger auch gleich dadurch, dass sie Mitglied im Verein wurde. Insofern konnte sie auf der Mitgliederversammlung im Mai auch von dem Vorsitzenden Herrn Dr. Finke für eine besonders langjährige Mitgliedschaft geehrt werden.

Die Schule am Deich gab der Jubilarin im Rahmen der Schulbühne ein umgedichtetes Jubiläumslied mit auf den weiteren Berufsweg, denn….. Mit 40 hat die Elke noch lang nicht fertig….

           

Ein Ausflug in die Tierwelt…

 

Ein Ereignis der besonderen Art wartete Ende April auf alle Kindergartenkinder, alle SchülerInnen, alle MitarbeiterInnen und den Vorstand des Lern- und Förderzentrums am Deich: Ein gemeinsamer Ausflug in den Tierpark Nordhorn.

In vier großen Bussen machten sich alle auf den Weg und erlebten einen gelungenen und unterhaltsamen Gemeinschaftstag. Das Wetter spielte mit und aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wurde bekannt, dass das Ganze tierisch gut gewesen sein soll.

Der Ausflug wurde von den Lions mit 1.000,00 Euro unterstützt. Vielen Dank hierfür!

Einen Apfelbaum…

 

… für jede Grund- und Förderschule in Ostfriesland spendet die Irma-Waalkes-Stiftung in Kooperation mit dem Verein „Ostfrieslands Streuobstwiesen e.V.“

Am 5. März 2019, haben wir in Bingum unseren Apfelbaum bekommen.

Herr Seefeld hat diesen Baum zusammen mit den KlassensprecherInnen der Bingumer Lerngruppen gepflanzt. Zuerst hat er uns „unseren Apfelbaum“ gezeigt und erklärt, was alles an so einem Baum dran ist. Wurzeln, Stamm, Äste, Krone… vieles wussten wir auch schon. Und dann ging es raus zum Pflanzen des Baums. Beim Löcher buddeln und Pfosten einschlagen wurde uns trotz des kräftigen Windes nicht kalt. Am Ende wurde dann noch ein Schild angebracht. „Mutterapfel“ heißt unser Baum. Und wir freuen uns schon, wenn wir die ersten Äpfel ernten können.

An beiden Schulstandorten feierten die (meisten) Schüler am Deich Karneval, in Bingum mit der Schule am Deich und am Osseweg zusammen mit der Greta-Schoon-Schule. Schön, phantasievoll, bunt, musikalisch und laut war es – so, wie Karneval eben sein soll.

Nur bei den älteren Schülern sollen tatsächlich einige Karnevalverweigerer den Unterricht vorgezogen haben.

  

Die Rollfiets warten auf den Frühling

Die Rollstuhlfahrräder der Schule am Deich haben eine Generalüberholung bekommen. Rechtzeitig zum Frühjahr hat Reinald Bittner mit Sachverstand, Geduld und Sorgfalt unsere vier Rollfiets verkehrstüchtig gemacht. Als Krönung hat er die Fahrzeuge mit einem Speichenschutz ausgestattet, mit dem gleich erkennbar ist, wer da unterwegs ist.

Gemeinsam mit den Schülern, Lehrern und Erziehern der LG 11 a und 11b machten wir uns am frühen Donnerstagmorgen auf dem Weg Richtung Bahnhof. Dort stand als erste Herausforderung der Kauf der noch fehlenden Bahntickets an, denn `Schwarzfahren` – das weiß doch jeder – ist natürlich auch für Schüler nicht erlaubt! Erfolgreich diese Hürde gemeistert, konnten wir nun guten Gewissens in die Westfalenbahn einsteigen. Nächster Halt: Papenburg an der Ems.

Beim Stellwerk angekommen und nach der Begrüßung einiger angereister Eltern (diese durften ausnahmsweise mit dem Auto anreisen) wurden wir nun herzlich von Frau Sarah Al Hares in Empfang genommen, die uns die Bereiche Holz, Metall, Verpackung, Gartenbau und Hauswirtschaft zeigte. Gemeinsam mit den `Chefs` der einzelnen Bereiche informierte Sie uns über die verschiedenen Tätigkeiten und beantworteten nicht nur den Schülern, sondern auch den interessierten Eltern mit viel Fachwissen und Begeisterung die zahlreichen Fragen. Hierfür möchten wir uns nochmals ganz herzlich bedanken!

Zurück zur Schule ging es natürlich wieder mit der Bahn. An der Schule angekommen, konnte das Fazit des Tages nur so lauten: Es war für alle ein spannender Ausflug mit vielen tollen Erfahrungen und Einblicken in die Arbeit des Stellwerks!

 

            

            

Auch in diesem Jahr fand das Luftballon-Volleyball Turnier mit unserern Schülern statt, diesmal in der neuen Sporthalle am Osseweg. Obwohl in der Decke spitze Schrauben darauf warteten, die Ballons zum Platzen zu bringen, ging durch das achtsame Spiel der Kinder kein einziger Ballon verloren. Zum ersten Mal gab es zwei erste Plätze. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren dieser beliebten Veranstaltung.

            

“Wer oder was ist der KuMi?”, wurde tagelang vor seinem Besuch in unserer Schule gefragt. Der KuMi ist unser niedersächsischer Kultusminister, Grant Hendrik Tonne. Er kam in Begleitung zweier MdLs – was sind MdLs? Mitglieder des Landtages Niedersachsen. Organisiert wurde der Besuch von der SPD, die CDU war auch dabei. Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD des Kreistages Leer vervollständigte die Delegation. Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt parteiübergreifend Gehör findet.

Als „mutig und ausbaufähig“ hat der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei seinem Besuch in Bingum die Zusammenarbeit der Schule am Deich und der Grundschule Bingum bezeichnet. „Wir haben den Anspruch, dass die Schule am Deich nicht schlechter gestellt ist als staatliche Schulen“, ergänzte die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder, MdL (SPD) die das Gespräch vermittelt hatte. Ulf Thiele, MdL, (CDU) und Hermann Koenen, Fraktionsvorsitzender im Kreistag (SPD) sind ebenfalls dieser Meinung.

Zu Beginn des Besuchs von Minister Tonne standen Schüler und Schülerinnen aus Bingum im Mittelpunkt: Kinder mit und ohne Behinderung von beiden Schulen führten den Gästen flott und gut gelaunt den Rolli-Tanz vor – das war nicht für den Minister eingeübt, das machen sie regelmäßig. Dafür gab es viel Beifall.

Etwas ernster waren die Themen der Gespräche zwischen Politikern und  Vertretern der beiden Schulen. Die Schule am Deich sprach vor allem das Problem der verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer an, die gerne an der Schule am Deich arbeiten wollen und dafür beurlaubt werden müssen. „Wir haben darauf reagiert und geregelt, dass die Beurlaubung der Lehrerinnen und Lehrer in begründeten Fällen verlängert werden kann“, sagte Tonne. Man müsse aber eine einheitliche Regelung finden. Schulleiter Achim Beckers machte deutlich, dass die Schule am Deich auch in Zukunft zumindest auf eine in etwa gleichbleibende Anzahl an beurlaubten Landesbeamten angewiesen sei.  Minister Tonne stellte klar, dass es bei Neuregelungen nicht um eine zahlenmäßig Reduzierung der Landesbeamten an privaten Schulen, sondern hauptsächlich um einen regelmäßigen Wechsel zwischen privaten und öffentlichen Schulen gehe.

Eine weitere, zunehmende Einbindung der fachlichen Möglichkeiten der Schule am Deich in den regionalen Inklusionsprozess im Landkreis Leer wurde sowohl von Minister Tonne als auch von Schulleiter Achim Beckers grundsätzlich begrüßt. Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen für inklusiv unterrichtete Schüler könnten dabei auf unterschiedlichste Weise erfolgen, z.B. über einen sogenannten Mobilen Dienst aber auch über bereits geplante, noch  intensivere Zusammenarbeitsformen beider Bingumer Schulen.

Einig waren sich die Schulleitungen und die Politiker in einem Punkt: „Wir müssen Inklusion als einen Weg sehen. Das wird hier gemacht“, sagte der Minister. Eine Voraussetzung dafür: „Die Chemie zwischen den beiden Kollegien stimmt“, sagte Gerrit Wille, Leiter der Grundschule Bingum. „Wir haben die Inklusion noch lange nicht umgesetzt, aber wir sind Pioniere der Inklusion. Demnächst verlässt der erste Jahrgang die Grundschule, der mit unseren Schülerinnen und Schülern groß geworden ist. Diese jungen Leute haben eine inklusive Grundhaltung“, sagte Dr. Michael Finke, Vorstandsvorsitzender des Lern- und Förderzentrum am Deich (LFZ), zu dem die Schule am Deich gehört.